Mietvertrag Lagerhalle

Mietvertrag Lagerhalle – Ordnung schaffen mit einem Mietvertrag für Ihren Lagerraum

Mietvertrag Lagerhalle – Mietvertrag ist nicht gleich Mietvertrag. Es fängt bereits bei den Mietverträgen für Wohnungen an. Private Mietverträge für Wohnungen haben einen umfangreichen Mieterschutz, wobei Mietverträge für Gewerbeflächen bereits ganz anderen Anforderungen entsprechen.

 

Wenn Sie Lagerräume vermieten wollen, müssen Sie wiederum nochmals andere Rechtsverordnungen und Gesetze beachten. Dabei kommt es auch noch darauf an, ob Sie eine Lagerhalle an Unternehmen und Gewerbe vermieten wollen oder ob Sie bisher ungenutzten Stauraum vermieten wollen. Je nachdem, ob es ein Keller oder ein gesonderter Lagerraum ist, müssen Sie bestimmte Bedingungen beachten. Zudem müssen sie die jeweilige Situation und die Beweggründe beider Vertragsparteien beachten.

 

Rechtssicherheit durch Schriftform

Bei vielen Vermietern liegt der Fokus auf dem Vermieten von privaten Wohnungen. In dem dazu gehörigen Mietvertrag wird das Mietverhältnis mit allen Konditionen und Bedingungen bis ins kleinste Detail geklärt. Wenn es um das Vermieten von Lagerraum kommt, wird dies zum Teil nur lapidar per Mail geklärt oder es wird sich sogar auf mündliche Absprachen verlassen.

 

Mündliche Absprachen sind an sich nicht verboten uns sogar das Bürgerliche Gesetzbuch, kurz BGB, erlaubt dies. Trotzdem wird stark davon abgeraten, da bei einem Streitfall die gerichtliche Klärung erschwert wird. Das Gericht wird sich bei einem Verfahren an der gängigen Rechtsprechung orientieren. Da hierbei die besondere Lage der beiden Vertragsparteien nicht berücksichtigt wird, kann das zu unerwarteten Entscheidungen mit den entsprechenden Konsequenzen führen.

 

Eigenheiten beim Mietvertrag einer Lagerhalle

Beschreiben Sie die genaue Lage der Räumlichkeiten. Abgesehen von der Adresse muss auch geklärt werden, ob die Halle in einem Gewerbegebiet liegt oder ob es der Keller eines Wohnhauses ist. Abhängig davon gibt es Besonderheiten zu beachten, wie z.B. der Brandschutz. Hilfreich ist auch das Hinzufügen von Skizzen als Anhang zum Mietvertrag, damit die genaue Lage auch grafisch verdeutlicht wird.

 

Neben der eigentlichen Miete kann es auch bei Lagerräumen zu Nebenkosten kommen, die anteilig an den Mieter weitergegeben werden. Z.B. durch die Notwendigkeit von Heizung, Strom und Klimaanlage müssen die Nebenkosten im Vertrag aufgelistet sein. Hierbei sind genau wie bei einer privaten Wohnungsvermietung monatliche Zahlungen üblich.

 

Vorgaben für einen Mietvertrag für Lagerhallen

Was genau muss in so einem Mietvertrag für Lagerhallen enthalten sein? Hierbei gibt es einige Besonderheiten, die nichts mit Mietverträgen zu Wohnungen zu tun haben. In Lagerhallen wohnt niemand, aber es sollen langfristig Güter gelagert werden.

 

Daher muss zuerst geklärt werden, welche Güter in diesen Hallen oder Lagerräumen aufbewahrt werden soll. Diese zu lagernden Gegenstände müssen klar definiert werden und von diesen darf auch nicht abgewichen werden. Bei Änderungen ist immer Rücksprache mit den Vertragsparteien notwendig.

 

Denn abhängig von den Gütern, müssen einige Punkte beachtet werden. Ein wichtiger Punkt ist die Temperatur, die in den Räumen herrscht. Bestimmte Stoffe sind hitzeempfindlich, andere wiederum dürfen nicht zu kühl gelagert werden. Wenn eine große Anzahl an befüllten Getränkeflaschen gelagert werden soll, darf in der Halle unter keinen Umständen Frost auftreten. Bei anderen Gütern kann Hitzeentwicklung zu Bränden und Explosionen führen. Dies ist vor allem bei Gefahrengut wie chemische Stoffe zu beachten, welche auch bei einer vermeidlich normalen Raumtemperatur zur potenziellen Gefahr werden.

 

Gefahrengüter müssen gesondert besprochen werden und diese Stoffe müssen explizit im Mietvertrag gelistet sein. Abweichungen hiervon stellen nicht nur eine Gefahr für die Vertragsparteien dar, sondern auch für die umliegende Bevölkerung der Lagerräume. Vermieter und Mieter müssen genau über die zu lagernden Stoffe und Gegenstände informiert sein. Somit ist sichergestellt, dass beide Partner die korrekten Bedingungen für den Mietvertrag herstellen. Der Vermieter muss sich darum kümmern, dass die räumlichen Bedingungen für den zu lagernden Stoff erhalten bleiben und der Mieter kann sich sicher sein, dass er für seine Mietzahlung eine sichere Lagerstätte erhält. Mögliche Schutzbestimmungen der zuständigen Behörde müssen eingehalten werden und zudem im Mietvertrag hinterlegt werden.

 

Wichtig für Vermieter ist auch die Tatsache, dass bei einer Abweichung von den vertraglich vereinbarten Vorgaben eine außerordentliches Kündigungsrecht entsteht.

 

Kündigung von Lagerstätten

Im Gegensatz zu Mietverträgen zu privaten Wohnungen sind bei Lagerhallen befristete Verträge usus. Schaffen Sie also klare Verhältnisse und halten Sie auch die Befristung im Vertrag schriftlich fest. Dies erleichtert es bei einer vorzeitigen Kündigung die Durchsetzung dieser. Es gibt für Mieter keinen besonderen Schutz, wodurch die normalen Fristen aus dem §580a BGB angewandt werden.

 

Der richtige Vertrag für Sie

Natürlich können Sie auch zu kostenlosen Verträgen aus dem Internet zu greifen. Hierbei können Sie aber nicht sicher sein, ob diese auch dem aktuellen rechtlichen Standard entsprechen. Dies kann kurz- und langfristig zu fatalen Folgen führen.

 

Zudem kann sich die Gesetzeslage über Nacht ändern, was von einem guten Anwalt immer beachtet und sofort umgesetzt wird. Dies ist bei kostenlosen Musterverträgen aus dem Internet nicht zu erwarten. Oft stellen diese Verträge lediglich grobe Rahmenbedingungen auf. Doch im schlechtesten Fall begehen Sie durch das Vorhandensein oder Auslassen bestimmter Gesetze eine Gesetzeswidrigkeit, welche Ihr Vertragspartner zu seinem Vorteil nutzen kann.

 

Daher ist es sinnvoll einem Experten zu vertrauen. Nutzen Sie den Service eines Fachanwaltes für das Thema Mietrecht. Hierbei müssen Sie aber beachten, dass dieses Vorgehen sehr zeitintensiv und sehr hohe Kosten verursacht. Ein normaler Anwalt hat einen Stundensatz von im Schnitt hundert Euro oder mehr. Wenn Sie also einen komplett neuen Mietvertrag aufsetzen lassen möchten und bestimmte Sonderregelungen berücksichtig werden müssen, zahlen Sie sehr schnell mehrere hundert Euro für ein paar Seiten Papier. Zudem macht dieser Fachanwalt seine Arbeit gründlich, was im ersten Moment sehr gut ist. Dennoch bedeutet das für Sie einen Zeitverlust von mehreren Tagen.

 

Muster-Mietverträge für Lagerräume aller Art

Wenn Sie einen rechtssicheren Vertrag benötigen und dafür nicht zu viel Zeit und vor allem Geld ausgeben möchten bzw. können, sollten Sie auf kostenpflichte Mietverträge zurückgreifen. Diese gibt es auch spezielle für das Vermieten von Lagerräumen. Dabei können Sie auswählen, ob der Lagerraum ein Keller, eine Garage oder eine gewerblich genutzte Lagerhalle ist.

 

Geben Sie einen kleinen Geldbetrag aus und erhalten Sie sofort einen rechtssicheren Mietvertrag. Durch die Möglichkeit des Downloads, steht Ihnen der Vertrag sofort zur Verfügung. Viele Anbieter bieten auf Wunsch auch eine gedruckte Version an, welche Sie innerhalb von zwei bis drei Tagen per Post an Ihre Adresse erhalten.

 

Sollten Sie eine sehr spezielle Mietsituation haben und keinen passenden Mustermietvertrag auf dem Portal finden, können Sie die Betreiber kontaktieren. Diese werden sich so schnell wie möglich mit Ihnen in Verbindung setzen und eine gemeinsame Lösung anstreben.

 

 

Lieber Vorsicht als Nachsicht

Investieren Sie jetzt lieber einen kostenpflichtigen und dafür rechtssicheren Mietvertrag für Ihre Lagerhalle. Somit ersparen Sie sich langfristig horrende Kosten für gerichtliche Verfahren. Auch mit kostenpflichtigen Mietverträgen können Sie Ihre individuelle Situation absichern und stellen Ihre persönlichen Präferenzen ihrem Vertragspartner klar und rechtskonform dar.

Mietvertrag Lagerhalle

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Mietvertrag Lagerhalle – FAQ

 

Ist eine Untermiete von Lagerräumen möglich?

Ja, das ist möglich. Dennoch muss dies im Einzelfall abgesprochen werden und schriftlich im Mietvertrag festgehalten werden.

 

Gibt es Einschränkung bezüglich der zu lagernden Gegenstände?

Ja, es gibt zahlreiche Einschränkungen dazu. Nicht jeder Gegenstand darf gelagert werden bzw. manche Gegenstände unterliegen besonderen Richtlinien und müssen der zuständigen Behörde gemeldet werden. Genau Informationen erhalten Sie von der zuständigen Behörde des jeweiligen Bundeslandes.

 

Hafte ich als Vermieter bei Regelverstößen des Mieters?

In den meisten Mietverträgen für Lagerhallen wird eingetragen, dass der Vermieter keine Verantwortung bei Nichteinhaltung des Mieters übernimmt. Sollte der Mieter z.B. verbotene Gegenstände bzw. Gefahrenstoffe ohne Genehmigung einlagern, gibt es eine rechtliche Absicherung für den Vermieter. Dennoch kann ein Gericht dem Vermieter unter bestimmten Umständen eine Mitschuld geben.

 

Warum sollte ich Geld für einen Mietvertrag ausgeben?

Im Internet finden Sie unzählige Beispiele für Muster-Mietverträge für Lagerhallen. Diese sind oft kostenlos, aber auch veraltet oder einfach falsch. Wenn Sie auf der sicheren Seite sein wollen, zahlen Sie einen kleinen Betrag für einen rechtssicheren und aktuellen Mietvertrag für Ihre Lagerhalle.

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Johannes HuberAuthor posts

Rechtsanwalt – Experte für Immobilienrecht Seit 2010 hat Johannes als Rechtsanwalt getätigt. Seine Tätigkeiten erstrecken sich auf die wesentlichen Bereiche des Zivil-, Wirtschafts- und Unternehmensrechts. Schwerpunkt bilden jedoch Beratung und Vertretung im Bereich Immobilienrecht. Neben seiner Tätigkeit als Rechtsanwalt verwaltet er Immobilieneigentum und kennt daher auch die praktischen Bedürfnisse von Wohnungseigentumsgesellschaften, Immobilieneigentümern und Mietern.

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